Die Bayerische Landesbank entwickelt sich für die öffentlichen Haushalte zunehmend zu einer sehr kostenspieligen Angelegenheit.
31 Mrd. Euro kostet es die öffentlichen Haushalte, das Spitzeninstitut der bayerischen Sparkassen zu retten. Wie am Freitag bekannt wurde soll die Bayern LB mit einer Eigenkapitalerhöhung von 10 Mrd. Euro unter die Arme gegriffen werden. Weitere 6 Mrd. Euro werden der Absicherung riskanter Wertpapiere im Portfolio der Bayern LB dienen. Die Gelder hierfür kommen aus der bayerischen Staatskasse. Vorbeugend sollen aus dem Rettungsschirm des Bundes zusätzlich 15 Mrd. Euro als Garantien in Anspruch genommen werden. Hierdurch soll wieder mehr Vertrauen in den Interbankenhandel gebracht werden.
Dies dürfte der Bayern LB wohl für die nächsten Monate über Wasser halten und das gröbste scheint ausgestanden zu sein. Ein strikter Sparkurs und die Fokussierung auf die traditionellen Aufgaben der Landesbank ist aber unerlässlich. So berichtet die Süddeutsche Zeitung davon, dass über 10 % aller Arbeitsplätze zur Disposition stehen. Weltweit beschäftigt die zweitgrößte deutsche Landebank derzeit rund 19000 Menschen. Ferner fordern Politiker die Konzentration der Bank auf den Mittelstand und den Rückzug aus riskanten Geschäften.
Bleibt zu hoffen, dass die Politik aus den Fehlern gelernt hat, denn die Landesbanken sind keine privatwirtschaftlichen Institute sondern wie allen bekannt öffentlich rechtliche Banken. Das letzte Sagen haben daher hier die Politiker! Diese sitzen in den Verwaltungsräten und haben sich um die Besetzung des Vorstandes zu kümmern und diesen zu überwachen.
