Die weltweite Wirtschaftkrise, vor allem in der Automobilindustrie, erreicht jetzt mit voller Härte auch die Stahlproduzenten. Im November sei die weltweite Stahlproduktion um 19 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat gesunken. Die amerikanischen Stahlkonzerne mussten ihre Produktion mittlerweile sogar um 40 Prozent herunterfahren! Hier trifft die Krise in der Automobilindustrie besonders hart.
Auch der deutsche Stahlkonzern Thyssen-Krupp wird zunehmend in die Enge gebracht. Für Februar kündigte das Unternehmen Kurzarbeit an und die Mitarbeiter in verlängerte Werksferien geschickt, nach dem die Produktion im Einklang mit dem Weltmarkt um rund 20 Prozent gesenkt wurde.
Seit Jahresmitte 2008 befindet sich der Weltmarkt nunmehr im Rückwärtsgang und mit einer schnellen Erholung rechnen die Stahlproduzenten nicht. Daher dürfte auch im neuen Jahr die Produktion weiter auf niedrigem Niveau laufen oder sogar noch weiter gesenkt werden.
Nach Branchenangaben steigt im Markt zunehmend die Angst vor chinesischen Stahlexporten. Der weltweit größte Produzent drosselte seine Herstellung um vergleichsweise geringe 12,4 Prozent.
Es wird vermehrt berichtet, dass chinesischer Stahl in Europa zum Verkauf angeboten werde. Zudem sollen Stahllieferungen aus China ins Ausland künftig ohne staatliche Genehmigung möglich sein.

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