Die Commerzbank AG und der Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung einigten sich am Freitag auf eine stille Staatseinlage in Höhe von 8,2 Mrd. Euro. Das Geld wird dem zweitgrößten deutschen Finanzinstitut zum 31. Dezember 2008 bereitgestellt. Die Verzinsung beträgt 9 Prozent. Die Gelder werden wie Eigenkapital verbucht und sollen das zuletzt stark aufgezehrte Eigenkapital der CoBa stärken. Zusätzlich hierzu wird der Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung für 15 Mrd. Euro Schuldverschreibungen der Bank garantieren.
Die CoBa muss hierzu folgende Bedingungen erfüllen:
-keine Dividenden für 2008 und 2009
-Vergabe von Sonderkrediten für den Mittelstand von 2,5 Mrd. Euro
- zudem erklärte die Bank, dass die für die Kreditvergabe bewährten Vorgaben beibehalten werden
-werden ab 2010 wieder Dividenden ausbezahlt, erhöht sich der Zinssatz für die Staatseinlage je 4,4 Mio. Euro Dividende um 0,01 Prozentpunkte.
-Die Garantien für die Schuldverschreibungen laufen maximal über drei Jahre und müssen auch bei einer Nichtinanspruchnahme bezahlt werden.
Auf die Geschäftspolitik der Bank soll der Staat keinen Einfluss haben.
Mit der Kapitalspritze dürfte die Commerzbank gut abgesichert sein. Auch der Kauf der Dresdner Bank sollte hiermit gut verkraftet werden. Wichtig bleibt es abzuwarten, ob die CoBa ihr Versprechen einhält, die Kreditbedingungen für den Mittelstand nicht zu verschärfen, sondern die bewährten Vorgaben beizubehalten.
