Vom 31.01.2009 bis zum 02.02.2009 besuchte ich Dich Goldmine des Unternehmens Lappland Goldminers im Norden Finnlands. Der Flug führte uns über Helsinki nach Ivalo, ca. 300 Kilometer nördlich des Polarkreises. Mit -5 Grad war die Temperatur für finnische Verhältnisse sehr warm.
Am Abend lernten wir die finnische Gastfreundschaft kennen. Die Verantwortlichen von Lappland Goldminers führten uns in die finnischen Gepflogenheiten ein und es gab neben Hochprozentigem ein typisches finnisches Abendessen. Während des gesamten Abend hatten wir die Möglichkeit mit dem Management des Unternehmens und führenden Mitarbeitern (Produktionsleiter, Chefgeologe) zu sprechen.
Am nächsten Tag ging es zuerst in das Tankaavara Goldgräberstädtchen. Hier liegt das größte Goldsuchermuseum Europas. Hier versuchten wir unser Glück…Reich sind wir dabei aber nicht geworden. Dafür schmeckte das anschließende Goldgräbermahl um so besser und stärkte uns für die ca. einstündige Fahrt zur Pahtavaara Mine von Lappland Goldminers.
Nun aber zum Besuch der Mine: Die Mine liegt ca. 100 km nördlich von Rovaniemi und ist sehr gut zu erreichen. Mit dem Bus hatten wir keinerlei Probleme.
Für einen Schnäppchenpreis von 3,1 Millionen Euro erwarben die schwedischen Lappland Goldminers die Pahtavaara-Mine aus der Konkursmasse eines Konkurrenten. Die Goldgrube im Norden Finnlands war noch bis vor Kurzem in Produktion. Die Schweden nahmen nun in Pahtavaara die Goldförderung wieder auf. Allein aus den alten Abraumhalden erwartet sich Lappland-Chef Karl-Ake Johansson eine Produktion von 800 Unzen im Monat.Bei unserer Besichtigung wurde außerdem bereits mit der Förderung von neuem Gestein aus der Mine begonnen. Es handelt sich hierbei um Untertagebau. Die Minenschächte sehr gut zugänglich wie ich mich selbst überzeugen konnte. Wir wurden mit mehreren Fahrzeugen bis zum tiefsten Punkt der Mine gebracht, ca. 350 Meter unter der Erdoberfläche…wirklich beeindruckend! Das Explorations- und Produktionsteam arbeitet sehr professionell und verfügt über entsprechende Erfahrung.
Die Goldproduktion in der Mühle konnten wir auch besichtigen. Hier sah ich mit eigenen Augen, wie Gold produziert wurde. Es muss jedoch gesagt werden, dass das Endprodukt von Lappland Goldminers kein reines Gold ist, sondern ein Konzentrat mit ca. 30 prozentigem Goldanteil, das einer Weiterverarbeitung bedarf. Die Mühle wird im Mehrschichtbetrieb rund um die Uhr betrieben. Der Personalaufwand hierfür ist jedoch sehr gering.
Insgesamt muss ich sagen, dass der gesamte Minenbetrieb auf mich einen sehr guten Eindruck machte und dies in jeder Hinsicht…Sicherheitsmaßnahmen, Umweltvorschriften, Qualität des Arbeitsmaterials und Maschinen sowie die Kompetenz der Mitarbeiter.
Die Reise hat sich wirklich gelohnt. Ich habe schon mehrere Minen besichtigt und kann sagen, dass es sich hier, wenn das Management die richtige Arbeit leistet ein sehr gutes Projekt entstehen kann.
