Der weltweite Luftverkehr kommt von einer Krise in die nächste. Erst die hohen Verluste und Umsatzrückgänge nach dem 11. September 2001. Fast alle großen US-Fluglinien kamen damals in große Bedrängnis. Delta Airlines musste zum Beispiel in das Chapter 11 nach Amerikanischen Insolvenzrecht.
Dann die explodierenden Kerosin-Preise 2006, 2007 und bis ins Jahr 2008 hinein. Heute sind die Preise für Kerosin zwar stark gefallen, aber dafür hat die weltweite Wirtschaftkrise den Luftverkehr voll getroffen. Allein im November brachen die Fracht-Transporte um 13,5 Prozent ein, im Passagier-Verkehr lag der Rückgang bei 4,6 Prozentpunkten. Der Chef des Branchenverbandes IATA, Giovanni Bisignani erwartet für das vierte Quartal 2008 hohe Verluste bei den Fluggesellschaften.
Das Jahr 2009 dürfte das wohl schwierigste Jahr für die Fluglinien werden. Die Wirtschaftskrise könnte im kommenden Jahr ihren Höhepunkt erleben. Neben Geschäftsreisen, die deutlich eingeschränkt werden dürften, könnte auch der Urlaubsreiseverkehr stark unter der Wirtschaftkrise leiden. Die Fluglinien würden hier besonders hart getroffen werden. Weitere Pleiten, Strecken- und Flottenkürzungen sind zu erwarten. Aber es dürfte auch das Jahr der Übernahmen und Mergers werden. Dies hat sich in 2008 schon angedeutet mit der Fusion Delta – Northwest oder der Übernahme der AUA durch die Deutsche Lufthansa.

